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Presse-Mitteilung
Gottlieb Weiss: Nach Trainingslager in Kuba ins Mathaisemarkt-Festzelt / "Feder" Propp muss um Olympia-Platz kämpfen



Unter Kubas Sonne schwitzt derzeit Gottlieb Weiss, Militärweltmeister vom BAC Hockenheim: Der 20-jährige Halbschwergewichtler des Zweitligisten BC Olympia (BCO) Rhein-Neckar absolviert mit dem Team Olympia Peking (TOP-Team) auf der Zuckerinsel in der Karibik ein insgesamt zweiwöchiges Trainingsprogramm. Es ist der Auftakt einer Reihe von Vorbereitungsmaßnahmen und Qualifikationskriterien, darunter zwei internationalen Turnieren, für die WM der Männer im September in Moskau. Dort will Weiss das Ticket für Olympia direkt knipsen. Dazu muss er es in Moskau bis ins Viertelfinale schaffen und somit unter die besten Acht gelangen.



Dieses Ziel hegen weitere elf Spitzenboxer in neun Gewichtsklassen, die wie Weiss regelmäßig am Olympiastützpunkt Rhein-Neckar in Heidelberg sportlich, medizinisch und sportpsychologisch betreut werden: Es sind Ronny Beblik (Chemnitz, Fliegengewicht), Rustam Rahimov (Velbert, Bantam), Marcel Meyerdiercks (Wismar, Feder), Markus Abramowski (Berlin, Feder), Artur Schmidt (Marl-Hüls, Leicht), Harun Sipahi (Wolfenbüttel, Halbwelter), Martin Dreesen (Schwerin, Halbwelter), Rinat Karimov (Dortmund, Welter), Konstantin Buga (Berlin, Mittel), Alex Povernov (Gifhorn, Schwer) und Stefan Köber (Frankfurt/ Oder, Superschwer). Die meisten sind mehrfache Deutsche Meister, doch nur der Olympiadritte Rahimov (Vizeweltmeister 2005) sowie die WM-Bronzegewinner Povernov (2005) und Dressen (2003) haben nennenswerte internationale Erfolge in der Männerklasse vorzuweisen. Immerhin sind neben Weiss auch die Bundeswehr-Sportsoldaten Buga und Schmidt amtierende Militärweltmeister. Sipahi holte diesen Titel 2005.



Andreas Propp (BAC Hockenheim), Bundesligakämpfer beim Velberter BC, gehört eigentlich wie sein Vereinskamerad Weiss auch zu diesem Kreis potenzieller Olympiakandidaten. Hockenheim und die Sportregion darf immer noch von zwei Boxern aus Baden bei den Spielen 2008 in Peking träumen. Doch der 25-jährige Federgewichtler, Militärweltmeister von 2002 und Fünfter der zivilen WM von 2005, laboriert allerdings immer noch den Folgen einer Handverletzung. Und es ist offensichtlich: "Meister Propp", er holte den nationalen Titel 2005, muss seinen Platz im TOP-Team gegen die "Jungen Wilden" Meyerdiercks (Wismar) und Abramowski (Berlin) behaupten, die ihrerseits um die nationale Vorherrschaft im Limit bis 57 Kilogramm rivalisieren. Momentaner Favorit ist der amtierende Deutsche Meister Meyerdiercks (19), der erst kürzlich bei einem internationalen Turnier in Ungarn als einziger Deutscher Gold gewonnen hatte und dafür kurzfristig für Kuba nachnominiert worden war.



Beide Youngster, Meyerdiecks und Abramowski, schuften deshalb ebenfalls noch bis 27. Februar mit den weltbesten Boxern in Kuba. Dies ist den guten Kontakten zu verdanken, die Helmut Ranze (Worms), der Sportdirektor des Deutschen Boxsport-Verbands (DBV), seit Jahren pflegt. So war der kubanische Juniorenbundestrainer Humberto Horta wie berichtet auch schon mehrmals als Lehrgangsleiter zu Gast am OSP in Heidelberg. Fachkundige Boxsportfreunde erkennen die Früchte seiner (Bein-)Arbeit unter anderem an der verbesserten Beweglichkeit der deutschen Faustkampf-Athleten im Ring.



Am Sonntag, 4. März, 10.30 Uhr, klettert Gottlieb Weiss voraussichtlich im beheizten Schriesheimer Mathaisemarkt-Festzelt in den Ring: "Sein" Ligaclub BCO muss als Tabellenzweiter gegen den Spitzenreiter Hanse Wismar ran. Es geht um die Vorentscheidung der Meisterschaft in der Zweiten Bundesliga. Die um Hamburger Kämpfer verstärkten Hanse-Boxer von der Ostseeküste um ihren Kapitän und Federgewichtsmeister Marcel Meyerdiercks haben durch ihr in Babelsberg erreichtes Remis einen großen Vorteil: Dieser Auswärtspunkt wiegt doppelt schwer, wenn eine Liga mit nur sechs Kampftagen pro Team leistungsmäßig so ausgeglichen ist wie diese. Der BCO hatte vor seinem jüngsten Heimsieg auswärts gegen Babelsberg, den mittlerweile Dritten, verloren. Bereits angeschlagenes Schlusslicht ist Seelze.
Dieter Hiegl

 

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